Wertpapiere

Wertpapiere

Wertpapiere bergen zahlreiche Ertragschancen, die mit unterschiedlich hohen Risiken verbunden sind. Entscheidend für den Erfolg ist die Wahl jener Veranlagungsstrategie, die zu den persönlichen Lebensumständen passt. Es gilt, die passende "Mischung" zu finden.


1.Erste Überlegungen zu Wertpapieren

Anleger/innen wünschen sich generell hohe Erträge, die jederzeit verfügbar sind und ohne nennenswertes Risiko erwirtschaftet werden. Solche "Wunder"-Wertpapiere gibt es aber nicht. Wer höhere Ertragschancen sucht, muss in der Regel ein höheres Risiko eingehen. Die Einschätzung und Festlegung der eigenen Risikobereitschaft und Anlagehorizontes müssen vor Veranlagungsbeginn in einem Anlegerprofil geklärt werden.

Es ist daher wichtig, den Zusammenhang zwischen Sicherheit, Rentabilität (Ertragschancen) und Liquidität - das so genannte "magische Dreieck" - zu kennen:

Sicherheit: Mehr Sicherheit bedeutet in der Regel einen Verzicht auf höhere Erträge. Mehr Sicherheit begrenzt aber auch das Verlustrisiko. Die Risikoeinstufung bzw. Sicherheit eines Wertpapiers hängt z. B. ab

- bei Anleihen von der Zahlungsfähigkeit (Bonität) der Emittenten bzw. Emittentinnen (Schuldner/innen) und der Laufzeit bzw. Zinsentwicklung;

- bei Aktien vom wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bzw. der Größe, Ausrichtung oder Branche, in der es tätig ist. Die Markterwartungen und das Setzen auf Chancen spielen ebenso eine Rolle.

- für das eigene Portfolio oder Portefeuille, d. h. die Gesamtheit der Veranlagungen vom Veranlagungsplan, d. h. der Streuung des Investments (Asset Allocation). Die Aufteilung, d. h. die Streuung des Veranlagungsbetrages, über verschiedene Wertpapierarten, Märkte und Branchen reduziert Risiko;

- von der Produktkonstruktion: Eine Kapitalgarantie (Auszahlung des Veranlagungsbetrages) oder eine Höchststandsgarantie (Festlegung von Kurshöchstständen) reduziert Risiko, aber auch den Ertrag.

Generelle Risiken sind neben dem Kursrisiko auch das Konjunkturrisiko, das Inflationsrisiko, das Länderrisiko, das Währungsrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Bonitätsrisiko, das Garantierisiko oder ein steuerliches Risiko.

Rentabilität (Ertragschancen): Die Rentabilität, d. h. die Chance auf Erträge, hängt von der Wertpapierart ab. Im Prinzip gilt: Wenig Risiko bringt geringe Erträge.

- Die Ertragschancen von Anleihen sind in der Regel geringer als jene von Aktien. Sie ergeben sich aus den laufenden Zinszahlungen und eventuellen Gewinnen aus unterschiedlich hohen Kauf- und Rückzahlungspreisen.

- bei Aktien vom wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bzw. der Größe, Ausrichtung oder Branche, in der es tätig ist;

- Die Erträge von Aktien ergeben sich aus den laufenden Gewinnausschüttungen (Dividendenzahlungen) seitens der Unternehmen und möglichen Kursgewinnen an der Börse.

- von der Produktkonstruktion: Eine Kapitalgarantie (Auszahlung des Veranlagungsbetrages) oder eine Höchststandsgarantie (Festlegung von Kurshöchstständen) reduziert Risiko.

Die Rendite drückt das Verhältnis der (jährlichen) Erträge zum eingesetzten Kapital aus. Sie ist die Kennzahl für den Ertrag (die Rentabilität) einer Veranlagung während eines bestimmten Zeitraumes. Sie ist im Vorhinein nicht bestimmbar.

Als Netto-Rendite ist sie aussagekräftiger. Dann sind bereits Kosten und Steuern berücksichtigt, d. h. abgezogen.

Liquidität: Die Liquidität einer Kapitalanlage bedeutet für Anleger/innen, ihre Wertpapiere jederzeit zu marktgerechten Preisen verkaufen zu können. Anleihen, Aktien, Fonds und Alternative Investments sind generell umlauffähig. D. h., sie werden an einer Börse gehandelt. Somit ist eine schnelle Verfügbarkeit der Veranlagung gegeben.

Zu bedenken ist aber, dass Verkaufserlöse vom jeweiligen Kurs abhängig sind: Z. B., wenn die Kapitalmarktzinsen steigen, sinken in der Regel die Kurse von Anleihen, da sie als weniger attraktiv gelten. Sind die Kapitalmarktzinsen niedrig, werden Anleihen als "sicherer Hafen" gesehen und die Kurse können steigen.

Die Wichtigkeit einer schnellen Verfügbarkeit (Liquidität) richtet sich nach dem zu erwartenden Geldbedarf. Wer z. B. eine längerfristige Veranlagung geplant hat und dann unerwartet Kapital benötigt, geht das Risiko ein, seine Wertpapiere zu einem ungünstigen Kurszeitpunkt verkaufen zu müssen.

Höhere Erträge sind in der Regel mit einem höheren Risiko, d. h. weniger Sicherheit verbunden. Höhere Erträge können auch den Verzicht auf eine schnelle Verfügbarkeit bedeuten. Bevor eine Veranlagung getätigt wird, sind daher insbesondere die damit verbundenen Risiken, die Ertragschancen und die notwendige Verfügbarkeit abzuwägen.


2.Das Anlegerprofil - die Grundlage jeder Veranlagung

Bevor eine Veranlagung getätigt werden kann sind Anleger/innen verpflichtet, ein Anlegerprofil auszufüllen. Neben persönlichen Daten, den Einkommensverhältnissen, werden meistens folgende Punkte, idealerweise im Rahmen einer unabhängigen Beratung, erhoben:

Kenntnisse und Erfahrungen: Es wird das bisherige Anlageverhalten erhoben. Weiters wird geklärt, ob bereits Erfahrungen mit Veranlagungsgeschäften vorliegen bzw. ob solche bereits getätigt wurden. Es muss gefragt werden, für welche Veranlagungen etwaige Erfahrungen bestehen, z. B. ob Kenntnisse und Erfahrungen zu Sparprodukten, Anleihen, Aktien, Fonds bzw. Alternativen Investments bestehen.

Risikobereitschaft und Anlageziel: Anleger/innen müssen für sich und mit Unterstützung ihres/ihrer Berater/in klären, wie viel Risiko sie eingehen können bzw. möchten. Diese Einschätzung ergibt das Risikoprofil und bestimmt die weitere Wertpapierauswahl.
Ebenso ist das Anlageziel zu klären: Beispielsweise ob Vermögen, z. B. für den Erwerb einer Liegenschaft, aufgebaut oder für die Pension vorgesorgt werden soll. D. h., der Zweck der Veranlagung sollte klar sein.

- sicherheitsbewusste (konservative) Anleger/innen können nur wenig Risiko eingehen und daher nur geringe Erträge erwirtschaften. Sie sind eher an einem stetigen Wertzuwachs interessiert. Sie werden eher in Sparprodukte inkl. Bausparverträge, Geldmarktfonds, Garantieprodukte, mündelsichere und klassische Anleihen, Anleihenfonds mit Anleihen guter Bonität, d. h. in Produkte mit geringem Risiko veranlagen.

- Anleger/innen mit einer mittleren Risikobereitschaft können ein mittelhohes Risiko eingehen und Erträge in mittlerer Höhe erwirtschaften. Sie kennen die Schwankungsbreite von Ertragschancen. Sie werden eher in Anleihenfonds mit Anleihen schlechterer Bonität, gemischte Fonds oder Aktienfonds mit mittlerem oder mäßigem Risiko veranlagen.

- risikobewusste (spekulative) Anleger/innen können ein hohes Risiko eingehen und daher auch höhere Erträge erwirtschaften. Sie investieren in Veranlagungen mit zeitweisen Verlusten. Sie werden eher in Einzeltitel, Alternative Investments wie Zertifikate ohne Garantien, Hedgefonds, Futures oder Optionsscheine mit hohem Risiko veranlagen. Sie können auch einen Totalverlust ihres Kapitals verkraften.

Veranlagungsbetrag: Die Höhe des Veranlagungsbetrages entscheidet einerseits über die Auswahl der Wertpapiere bzw. über die Möglichkeiten einer Diversifikation (Streuung über Anlageklassen). Als Faustregel gilt: Es sollte immer zuerst eine kurzfristig verfügbare "Reserve" aufgebaut werden, bevor mittel- bis längerfristig Kapital veranlagt wird. Der Kauf von Fondsanteilen kann über einen Einmalerlag zu einem bestimmten Zeitpunkt oder laufend über einen Sparplan mit einem festgelegten Betrag oder einer festgelegten Anzahl von Anteilen erfolgen.

Veranlagungshorizont bzw. Anlagedauer: Dieser beschreibt, ob ein Veranlagungsbetrag kurzfristig, mittel- oder langfristig investiert werden soll. Diese Überlegung ist wichtig, um "Notverkäufe" zu vermeiden und die passende Veranlagung zu wählen.

Veranlagungsstrategie, Asset Allocation: Diese hängt eng mit der Risikobereitschaft und den Anlagezielen zusammen. Sie basiert auf einer Marktmeinung, d. h. der Einschätzung zur Entwicklung von Märkten, eines Börsenplatzes (z. B. Kontinente, Länder), einer Branche (z. B. Technologie) oder eines Themas (z. B. Energie).

Wichtig ist es, das investierte Kapital je nach den festgestellten Bedürfnissen auf einzelne Anlageklassen wie Anleihen, Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Geldmarktpapiere zu verteilen. Daneben ist eine Verteilung auf verschiedene Märkte (Regionen und Länder) und Branchen zur Risikominimierung zu überlegen. Die "ideale" Mischung führt bei idealen und vorhersehbaren Märkten zu den erwarteten Erträgen, d. h. eine höhere Sicherheit kann über eine Vermögensstreuung (Diversifikation bzw. Asset Allocation) erreicht werden.


3.Die Börse - Handelsplatz und Kapitalmarkt

An einer Börse werden vor allem Erwartungen gehandelt. Faktoren wie die politische, wirtschaftliche Lage bzw. die Konjunkturaussichten eines Marktes oder das Zinsniveau beeinflussen wesentlich die Börsenstimmung. Börsen gelten auch als Wirtschaftsbarometer.

Der Handel wird nicht direkt zwischen Käufern bzw. Käuferinnen und Verkäufern bzw. Verkäuferinnen abgeschlossen, sondern von dazu berechtigten Maklern bzw. Maklerinnen bzw. Wertpapierhändlern bzw. Wertpapierhändlerinnen einer Bank. Die Bedingungen für die Börsenteilnehmer/innen (Händler/innen, Kunden bzw. Kundinnen und Unternehmen) sind im Börsegesetz (BörseG) geregelt.

Hauptaufgaben einer Börse: Sie ist ein Markt- bzw. Handelsplatz für Emittenten (Aktiengesellschaften oder Emittenten für Anleihen), Anleger/innen und Banken. Sie stärkt den Kapitalmarkt und wickelt den Börsenhandel ab. Wichtige Begriffe sind:

- Index: Ein Index umfasst die wichtigsten gehandelten Aktien eines Marktes. D. h., mit dieser Kennzahl wird die Entwicklung eines Marktes gemessen. In Österreich ist es der ATX (Austrian Traded Index), in Deutschland der DAX (Deutscher Aktienindex), in den USA der Dow Jones (wichtigster Aktienindex der USA) mit Aktien von substanz- und ertragsstarken Unternehmen (Blue Chips).

- Performance: Unter Performance versteht man die Wertentwicklung eines Wertpapiers oder Fonds über einen bestimmten Zeitraum. In der Regel wird sie in Prozent pro Jahr angegeben.

- Volatilität: Die Volatilität ist eine statistische Größe, die die Heftigkeit von Kursschwankungen bzw. die Abweichung von der Durchschnittsperformance angibt. Bei einem Wertpapier, das eine hohe Volatilität aufweist, schwanken die Kurse stark. Bei einem Wertpapier, das eine niedrige Volatilität aufweist, schwanken die Werte nur wenig.

Die Volatilität kann u. a. auch ein Hinweis auf das Risiko eines Fonds sein. Stark schwankende Kurse bedeuten ein höheres Risiko (Verlustgefahr). Sie bergen aber auch hohe Gewinnchancen. Zur Berechnung werden Daten aus der Vergangenheit herangezogen.

Börsenkurs und Börsenhandel: Wertpapiere werden von Emittenten bzw. Emittentinnen auf den Kapitalmarkt gebracht. Emittieren bedeutet ausgeben.

Ein Unternehmen kann sich über einen Börsengang grundsätzlich Kapital beschaffen. Ein erstmaliger Börsengang wird als IPO (Initial Public Offering) bezeichnet. Treten kursrelevante Ereignisse (z. B. Neuigkeiten zur Unternehmensentwicklung) ein, sind Aktiengesellschaften zu einer Ad-hoc-Meldung verpflichtet.

Der Kurs eines Wertpapiers an der Börse ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. An der entsprechenden Börse können Anleger/innen jederzeit Wertpapiere kaufen oder verkaufen. "Outperformer" sind Wertpapiere, die höhere Kurse als deren Benchmark (Maßstab, z. B. ein Aktienindex) erwarten lassen bzw. erzielen.

- Börsenhandel: In der Regel beauftragen Privatanleger/innen die Wertpapierhändler/innen, eine bestimmte Anzahl an Wertpapieren zu kaufen oder zu verkaufen. An der Wiener Börse werden Beteiligungspapiere am "equity market" (Aktien) und Schuldverschreibungen am "bond market" (Anleihen) gehandelt. Es können aber auch andere Wertpapiere gehandelt werden. Letztere verbriefen ein Beteiligungsrecht am Gewinn eines Unternehmens.

- Börsenkurs: Die Preisbildung über Angebot und Nachfrage wird wie bereits beschrieben stark von Erwartungen geprägt. Wird z. B. für eine Aktiengesellschaft eine günstige Entwicklung erwartet, so werden deren Aktien vermehrt gekauft. Wird eine eher ungünstige Entwicklung angenommen, werden in der Regel mehr Aktien zum Verkauf angeboten.

Wurden bereits hohe Kursgewinne erzielt, werden diese über einen Verkauf realisiert. Verbuchen Wertpapiere Kursverluste, so werden diese bei einer langfristigen Veranlagung eher "gehalten". Ein Verkauf im Verlustbereich realisiert Kursverluste. Sind die Kurse für ein Wertpapier niedrig und wird eine neuerliche Kurssteigerung erwartet, kann günstig "nachgekauft" werden.

Börsenphasen: Diese können von steigenden oder fallenden Kursen bestimmt sein. Sind keine großen Kursschwankungen zu beobachten, dann bewegt sich die Börse seitwärts. Sind stark schwankende Kurse zu verzeichnen, ist die Börse stark volatil. Ein Börsencrash bezeichnet einen starken Kursrückgang innerhalb kürzester Zeit. Weitere gängige Begriffe sind:

- Hausse bzw. Bullenmarkt: Steigen die Kurse einer Börse über einen längeren Zeitraum hinweg, wird von einer Hausse gesprochen. Überwiegen Optimismus und die Erwartung für steigende Kurse, so wird von einem Bullenmarkt gesprochen.

- Baisse bzw. Bärenmarkt: Sinken die Kurse über einen längeren Zeitraum, wird von einer Baisse gesprochen. Sind die Marktteilnehmer/innen eher pessimistisch gestimmt und rechnen mit fallenden Kursen, wird von einem Bärenmarkt gesprochen.


4.Die Wertpapierkosten - Gebühren, Spesen und Steuern

Für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren und deren Verwahrung fallen Kosten an. Für Fonds fallen in der Regel ein Ausgabeaufschlag und Managementgebühren an.

Kosten und Gebühren: Folgende Kosten und Gebühren können für den Kauf, Verkauf oder die Verwahrung bzw. das Management von Wertpapieren anfallen. Sie werden von der jeweiligen Bank bzw. Fondsgesellschaft festgelegt:

- Depot- und Kontogebühr: Für das Verwalten der Fondsanteile auf einem Wertpapierkonto fallen in der Regel Depotgebühren bei einer Depotbank an. Diese sind meist abhängig von der Anzahl an Wertpapieren bzw. deren Kurswert. Mitunter werden Mindestspesen verrechnet. Depotgebühren können verhandelt werden.

Für das notwendige zusätzliche Verrechnungskonto, auf das Beträge einbezahlt bzw. von dem Beträge ausbezahlt werden, fallen Kontogebühren an.

- Transaktionskosten: Dazu zählen die Kauf- und Verkaufsspesen von Wertpapieren. Mitunter werden Mindestspesen verlangt.

- Ausgabeaufschlag (Agio): Für den Kauf von Fondsanteilen wird pauschal ein Agio, d. h. ein Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapieres (anstelle von Kaufspesen) verlangt. Verkäufe von Fondsanteilen sind in der Regel kostenfrei. Als Disagio wird ein Preisabschlag (Rabatt) bezeichnet.

Das Agio ist einmalig zu bezahlen und je nach Fondsart unterschiedlich hoch. Es beträgt in der Regel zwischen 2 und 5 % der Netto-Veranlagungssumme. Das Agio deckt u. a. die Kosten der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) für Beratung und Information bzw. die Kosten für den Vertrieb (Verkaufsprovisionen) ab.

- Switchgebühren: Für Umschichtungen von Fonds (Verkauf von Fondsanteilen und Ankauf anderer Fondsanteile) innerhalb des Depots fallen Switchgebühren (Transaktionskosten, Tauschgebühr) an. Diese sind geringer als das Agio.

- Depotübertragungskosten: Diese fallen beim Wechsel der Depotbank an. Sie müssen in angemessener Höhe sein.

- Managementgebühr, Verwaltungsgebühr: Für die Betreuung von Fonds werden jährliche Managementgebühren verlangt. Sie decken den Aufwand und die Leistung der Fondsgesellschaft und des Fondsmanagements ab. Mitunter wird auch eine Verwaltungsgebühr verlangt.

Bei Dachfonds fallen sowohl für das Management des Dachfonds als auch für das Management der Einzelfonds diese Spesen an.

- Garantiekosten: Viele Anleger/innen wählen Garantieprodukte, um ihr Kapital zur Gänze oder teilweise gegen Verluste abzusichern. Generell ist zu überlegen, dass jede Garantie zu Lasten von Renditechancen geht. D. h., es handelt sich um "versteckte" Kosten.

- Gewinnbeteiligungen: Je nach Fonds-Konstruktion behalten sich manche Unternehmen einen gewissen Prozentsatz der erzielten Gewinne ein. Diese Abstriche sind bei der Auswahl mit zu berücksichtigen.

Steuern für Veranlagungserträge: Wertpapiererträge sind wie folgt steuerpflichtig.

- Kapitalertragssteuer (KESt): Zinserträge von Anleihen und Dividenden von Aktien werden wie Sparguthaben mit 25 % KESt besteuert. Sie sind somit für natürliche Personen endbesteuert, d. h., es fällt dafür keine Einkommensteuer an.

- Einkommensteuer: Einkünfte aus Wertpapier-Veranlagungen sind generell Einkünfte laut Einkommensteuergesetz. Für Gewinne aus Veranlagungen gilt eine einjährige Spekulationsfrist. Wird innerhalb dieses Jahres ein Wertpapier gekauft und mit Gewinn wieder verkauft, liegt ein "Spekulationsgeschäft" vor. Etwaige Verluste aus Wertpapierspekulationen können innerhalb dieses Jahres gegenverrechnet werden.